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Der Schwabenheimer Gerhard Klos erinnert sich an über 40 Jahre Ehrenamt für die Kirche

„Als Kirchenvorsteher braucht man auch Mut“

H.Wiegers"Der Gottesdienst gibt mir Kraft für den Alltag", der Kirchenvorsteher Gerhard Klos an der Kirchentür der Schwabenheimer Kirche.

Das Leben des gebürtigen Schwabenheimers Gerhard Klos ist bis heute eng mit seiner evangelischen Kirchengemeinde verbunden. 1948 geboren, kann er sich noch erinnern, dass seine Mutter jeden Sonntag in die Kirche ging. „Mein Onkel hat immer gesagt“, berichtet Gerhard Klos, „ohne Gottesdienst ist das für mich kein Sonntag“. Respektvoll nannte man die Mitglieder des Kirchenvorstandes „Kirchenälteste“. 2020 ist der Landwirt und Winzer nun selbst über 40 Jahre Mitglied des Kirchenvorstandes von Groß-Winternheim und Schwabenheim. 2019 wurde er ­dafür in einem Festgottesdienst geehrt.

Er kann sich noch erinnern, dass die Kirchenvorsteher, wenn in seiner Gemeinde Konfirmation gefeiert wurde, in Frack und Zylinder in die Kirche einzogen. Sonntagsnachmittags gab es ab und zu im großen Saal einer Gaststätte ein gut besuchtes Kirchencafé und manchmal kam der evangelische Filmdienst aus Darmstadt, baute in der Kirche eine große hölzerne Leinwand auf und zeigte Filme. Das Leben des gebürtigen Schwabenheimers Gerhard Klos ist bis heute eng mit seiner evangelischen Kirchengemeinde verbunden. „Der Gottesdienst“, erklärt er, „gibt mir einfach Kraft für den Alltag.“ 1948 geboren, kann er sich noch erinnern, dass seine Mutter jeden Sonntag in die Kirche ging. „Mein Onkel hat immer gesagt“, berichtet Gerhard Klos, „ohne Gottesdienst ist das für mich kein Sonntag“. Respektvoll nannte man die Mitglieder des Kirchenvorstandes „Kirchenälteste“. 2020 ist der Landwirt und Winzer nun selbst über 40 Jahre Mitglied des Kirchenvorstandes von Groß-Winternheim und Schwabenheim. 2019 wurde er ­dafür in einem Festgottesdienst geehrt.

2021 stehen nun wieder Kirchenvorstandswahlen in seiner Gemeinde an, und auch wenn sich Gerhard Klos in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder zu einer Kandidatur überreden ließ, jetzt ist für ihn Schluss. Seine Frau und er möchten mehr Zeit für sich und die Enkel haben. Aber weil Kirche für den vielseitig Engagierten – Gerhard Klos war in verschiedenen Vereinen aktiv –  immer noch eine Herzensangelegenheit ist, schaut er sich wie seine übrigen Kirchenvorstands-KollegInnen auch nach geeigneten neuen KandidatInnen um.

Für Gerhard Klos war die Arbeit im Kirchenvorstand eine interessante und aufbauende Tätigkeit. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn besonders engagiert war er im Bau-Ausschuss des Kirchenvorstandes. Bis heute springt er aber auch, wenn die langjährige verdiente Küsterin Schwabenheims einmal nicht kann, als Küster ein und erinnert sich noch mit Schmunzeln an die Zeiten, als die Glocken noch nicht ferngesteuert gestartet werden konnten. Dann musste er manchmal sonntags schon um 8:00 Uhr morgens den Sonntag einläuten und dann um 8:30 Uhr zum Vorläuten für den 9:00 Uhr Gottesdienst zur Kirche hoch. „An ein ruhiges Sonntagsfrühstück“, erzählt er, „war da nicht zu denken.“

Mit besonderem Stolz blickt er auf das 150-jährige Jubiläum der Schwabenheimer Kirche zurück, deren farbenprächtige Jugendstilausmalung noch heute die Besucher erfreut. „Damals haben wir einen Festgottesdienst, ein Kirchenkonzert, einen Fackelzug und viele andere große Aktionen auf die Beine gestellt“, berichtet er und erinnert sich daran, dass zu dieser Zeit viele Gleichaltrige und auch zahlreiche Winzer im Kirchenvorstand waren. Gemeinsam konnte man da so manches Kirchenfest stemmen.

Aus eigener Erfahrung weiß Klos, dass man als Kirchenvorsteher manchmal auch Beschlüsse fassen muss, die die nicht überall auf Gegenliebe stoßen. „Als Kirchenvorsteher“, erklärt er, „braucht man auch Mut, denn es gibt viel zu entscheiden“. Aber er weiß auch: „Die kommenden Jahre werden besonders interessant, weil sich die Kirche wandeln wird“. Als eine der größten aktuellen Herausforderungen empfindet der Schwabenheimer es, jüngere Menschen zu erreichen: „Eine gute Kinder- und Jugendarbeit wird für die Zukunft der Kirche entscheidend sein.“ Dafür Sorge zu tragen, dass wird die Aufgabe der nachfolgenden Generation von KirchenvorsteherInnen – nicht nur in der Kirchengemeinde Groß-Winternheim und Schwabenheim – sein.

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