Ehrenamtsakademie der EKHN

Herzlich Willkommen

Entdecken Sie die Website der Ehrenamtsakademie der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau

AngeboteÜbersicht
Menümobile menu

Synode des Dekanats Darmstadt-Land

Dekan und neue Synodale gewählt

© Ev. Dekanat Darmstadt-Land/M. ThierolfDekan Arno Allmann wurde auf der Sommerynode mit großer Mehrheit wiedergewählt. Pröpstin Karin Held leitete die Wahl.

Die Synode votierte mit großer Mehrheit für eine vierte Amtszeit (bis 2022) von Dekan Arno Allmann. Nachwahlen für die Synode der Landeskirche standen ebenfalls auf der Tagesordnung des regionalen Kirchenparlaments in Nieder-Ramstadt.

© Ev. Dekanat Darmstadt-Land/M. ThierolfArno Allmann wurde auf der Sommersynode als Dekan wiedergewählt und von Pröpstin Karin Held - sie leitete die Wahl - beglückwünscht.

NIEDER-RAMSTADT. Die Delegierten der Synode haben den 62jährigen Theologen am Freitag (30.) auf der Sommertagung in Nieder-Ramstadt mit großer Mehrheit als Dekan wiedergewählt: 35 von 38 Synodalen gaben ihm ihre Stimme. Ein strahlender Arno Allmann nahm die Glückwünsche und Blumen in der Evangelischen Lazaruskirche entgegen. Pfarrer Arno Allmann ist seit August 2002 hauptamtlicher Dekan des Kirchenbezirks, der sich von Erzhausen bis Pfungstadt und Gundernhausen bis Ernsthofen erstreckt und in dem knapp 44.000 Mitglieder leben. Im August 2020 beginnt seine vierte Amtszeit, die mit der Fusion der Nachbardekanate Darmstadt-Land und Darmstadt-Stadt und der Wahl einer neuen Dekanin oder eines neuen Dekans des neuen Großdekanats im Frühjahr 2022 enden wird.

Die Wahl leitete die Pröpstin von Starkenburg Karin Held. Sie berichtete zunächst über das Wahlverfahren. Intensive Gespräche mit dem Personalausschuss der Kirchenleitung, dem Dekanatssynodalvorstand und den Pfarrerinnen und Pfarrern des Dekanats vor der Wahl hätten ein eindeutiges Votum für den Amtsinhaber ergeben. Seine bisherige Arbeit werde sehr geschätzt - auch von den Pfarrerinnen und Pfarrern in den 18 Kirchengemeinden, die unter anderem über ihn sagten:  "Er ist ein seelsorgerischer, fürsorglicher Dekan", "Arno Allmann bringt Ruhe in den Fusionsprozess",  "er besitzt Fähigkeiten Konflikte zu lösen" oder "ich schätze den präsenten und zuverlässigen Führungsstil" bis zu "Arno Allmann kümmert sich".

Vor der Stimmabgabe erinnerte Arno Allmann an die Schwerpunkte seiner Arbeit der vergangenen Jahre und benannte die Herausforderungen, die alle Beteiligten im Dekanatszentrum und den Gemeinden zu bewältigen haben. "Wir befinden uns in einem Prozess tiefgreifender Veränderungen. Meine Aufgabe sehe ich darin, diesen Veränderungsprozess verantwortlich und vorausschauen zu gestalten.“ Es sei schwerer geworden Menschen mit dem Evangelium zu erreichen. Für die gewachsenen Aufgaben stünden in Zukunft weniger Mitarbeitende, weniger Finanzmittel und insgesamt weniger Ressourcen zur Verfügung. „Ehrenamtlichen wird in Zukunft zweifellos eine noch wichtigere Rolle zukommen. Sie brauchen dafür fachliche Förderung – vor allem im Hinblick auf die Übernahme von Leitungsaufgaben – und auch Freiräume zur Gestaltung,“ betonte Allmann. Er  bezog sich in seiner Rede auf einen Liedtext von Hans Graf von Lehndorff aus dem Evangelischen Gesangbuch  "Komm in unser festes Haus, der du nackt und ungeborgen. Mach ein leichtes Zelt daraus, das uns deckt kam bis zum Morgen; denn wer sicher wohnt vergisst, dass er auf dem Weg noch ist". Zentrale Aufgabe sei es Menschen anzuleiten und zu ermutigen, aus dem Glauben heraus ihr Leben zu gestalten, den Glauben im Alltag zu bewahren und sich der Nöte dieser Welt anzunehmen. Dieser Auftrag könne über die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, kulturell-theologischen Veranstaltungen oder Angeboten in den Bereichen Musik, Erwachsenenbildung, Trauerseelsorge und weiteren Arbeitsfeldern erlebbar werden. Allmann wies unter anderem  auf ökumenische Projekte wie "Kirche findet Stadt" hin, das Lösungsansätze für die diakonischen und sozialpolitischen Aufgaben der Zukunft biete. Er dankte den Delegierten für ihr Engagement und ermutigte sie auf die Suche zu gehen nach einem Traum, einer inneren Gewissheit, die Gemeinden und Menschen neu aufbrechen lässt und innerlich frei macht, mit ihrer Situation offen und kreativ umzugehen.  Er zitierte den Theologen Torsten Latzel: "Die wesentliche Aufgabe (…) ist die Wiederentdeckung des Ursprungsfeuers, des geistlichen Brennens der Herzen, der eigenen Berufung – oder kurz: des Evangeliums."

Nachwahlen für die Synode der EKHN

Aus der Synode der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) sind drei Delegierte des Dekanat Darmstadt-Land ausgeschieden, deshalb wurden in einer Nachwahl folgende  Personen als Nachfolger bestimmt: Dr. Johannes Diehl (Evang.-Reformierte Waldensergemeinde Rohrbach-Wembach-Hahn) wurde einstimmig gewählt und will zukünftig die Interessen der ländlich strukturierten Gemeinden in der Synode der Landeskirche vertreten. Einstimmig gewählt wurde auch Michael Dietrich, als Pfarrer in der Kirchengemeinde Pfungstadt tätig. Sein Stellvertreter wird zukünftig Hartmut Stiller, Pfarrer der Kirchengemeinden Gräfenhausen-Schneppenhausen und Weiterstadt, sein.

Zur Person

Arno Allmann, aufgewachsen im Odenwald, hat in Tübingen evangelische Theologie studiert, war in Darmstadt Vikar und absolvierte ein Spezialpraktikum im Fortbildungsbereich des Darmstädter Elisabethenstiftes. Zu seinen Aufgaben gehört insbesondere die Personalverantwortung für rund 30 Pfarrerinnen und Pfarrer, ihre Konferenzen und Fortbildungen. Der 62-jährige Theologe führt die laufenden Geschäfte der Dekanatsverwaltung in Ober-Ramstadt und koordiniert die Arbeit der Mitarbeitenden des Dekanats. Als Dekan ist er Bindeglied zwischen den Gemeinden und der Gesamtkirche.

Arno Allmann ist Mitglied in zahlreichen Gremien unter anderem als Vorsitzender im Verwaltungsrat des regionalen Diakonischen Werkes und der Diakoniekonferenz, als Vorsitzender im Stiftungsrat der Nieder-Ramstädter Diakonie sowie als Mitglied im Stiftungsrat der Diakonie Hessen. Das macht deutlich, was ihm am Herzen liegt: Die Unterstützung der Kirche für Menschen, die Hilfe benötigen; eine Kirche, die Menschen mit ihren Sorgen im Blick behält.

Er setzt sich dafür ein, dass Evangelische Kirche eine glaubwürdige Botschafterin von Glauben, Hoffnung und Liebe ist. Sehr gern predigt er und feiert mit den Kirchengemeinden des Dekanats Gottesdienste. Arno Allmann wohnt in Nieder-Ramstadt, sein Arbeitsplatz befindet sich im Evangelischen Dekanatszentrum in Ober-Ramstadt.

Diese Seite:Download PDFDrucken

to top