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Ehrenamtsakademie Wiesbaden

Mit kleinen Schritten zur Rettung der Demokratie

bs4 Menschen rund um einen Tisch stehendAuf der Suche nach Wegen, die Demokratie zu retten (von links): Journalist und Philosoph Jürgen Wiebicke, Dekan Andreas Klodt, Moderator Matthias Blöser und Isa Mann von der Evangelischen Erwachsenenbildung.

Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN: Journalist und Philosoph Jürgen Wiebicke macht in Mainz Mut gegen die Mutlosigkeit

Eine Grundnervösität und „verfestigte Mutlosigkeit“ scheint sich heute durch die Gesellschaft zu ziehen, stellt Jürgen Wiebicke fest. Erstmalig in Mainz zu Gast, machte der Kölner Journalist und Philosoph im Zentrum für Gesellschaftliche Verantwortung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau Vorschläge, wie jeder mit kleinen Schritten dazu beitragen kann, unsere Demokratie zu retten.

Angst und Unsicherheit begegnen

Wiebicke hatte seine „zehn Regeln für Demokratie-Retter“, so der Titel seines Buches, entworfen, als er mehrere Wochen als Wanderer unterwegs war. Im ungewohnten Modus der Langsamkeit schaute und hörte er genauer hin. Dass „Beschleunigung zum Maßstab geworden ist“, erschreckte ihn. Neben dieser Grundnervösität, die sich offenbar durch alle sozialen Milieus zieht, fiel ihm auch eine weit verbreitete Unsicherheit auf, bis hin zu einer „verfestigten Mutlosigkeit“ – aus dem Gefühl heraus, die komplexe Welt nicht mehr durchdringen zu können. Auch mit Blick auf das eigene Leben geht bei vielen die Angst um. Wird man Arbeitsplatz und Wohlstand erhalten, ja überhaupt erreichen können?

Doch Wiebicke zeigte Auswege. „Wir müssen uns verständigen über das, was uns verzweifeln lässt“, meinte er. Offen bleiben, die Auseinandersetzung mit Andersdenkenden nicht scheuen. Gerade in Großstädten sei das Denken in kleineren Einheiten sinnvoll. Die Erfahrung, seinen Sozialraum mitge-stalten zu könnten, bringe Veränderung in Gang. Statt auf den großen Wurf zu warten, sollte man aktiv werden und mutig mitgestalten.

Bibeltexte als Mutmacher

„Demokratie ist ja nicht nur eine politische Form, sondern eine Lebensform – das sollte sie auch bleiben“, betonte Isa Mann von der Evangelischen Erwachsenenbildung. Doch die offene, demokratische Gesellschaft stehe unter Druck, und sie zu erhalten gehe alle an. Sehr widersprüchlich seien heute die Erwartungen an Kirche, erklärte Dekan Andreas Klodt. Solle sie sich nun mehr positionieren oder eher moderieren, vermitteln? Auch starke biblische Texte könnten nach wie vor wichtige Beiträge leisten, wie Gottes Zuspruch „Fürchte dich nicht“, wenn der Mut fehlt, betonte Klodt. Oder der Gedanke, gut aufeinander acht zu haben.

Quelle:

Brigitte Specht
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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55116 Mainz
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7. Mai 2018

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